Warum sollte die Immobilie als Kapitalanlage in jedes Portfolio

Weil es die Reichen und Family Offices auch so machen? Klar, genau deswegen.

Früher hat meine Mutter immer zu mir gesagt: „Von den Reichen lernt man das Sparen“. Recht hatte sie. Aber auch über die Verteilung der Anlageklassen lernt man hier etwas. Der Anteil an Sachwerten, also Aktien, Immobilien etc. ist bei den vermögenden Privatpersonen, Stiftungen und Family Offices in den letzten 10 Jahren signifikant auf bis zu 50% gestiegen. Warum Immobilien dabei eine immer größere Gewichtung erfahren, hat mindestens 4 gute Gründe.

  1. Mit anderen vermeintlich sicheren Geldanlagen wie Staatsanleihen, Industrieanleihen lässt sich kein Geld mehr verdienen. Das haben die Kleinsparer mittlerweile auch verstanden, seitdem Bausparkassen die Bausparverträge kündigen oder schon ab relativ kleinen Anlagebeträgen auf Girokonten oder Tagesgeldern Strafzinsen erhoben werden. Dennoch liegen erschreckend hohe 14-stellige (!!!) Beträge „arbeitslos” auf den Konten der Sparer rum. Allerdings nicht bei den Reichen. Die kaufen u.a. Immobilien
  2. Die Immobilie wirkt sehr beruhigend auf ein Vermögensportfolio. Schwanken Aktien oder Aktienfonds doch sehr stark, wie ziemlich genau vor einem Jahr eindrucksvoll an allen Weltbörsen wegen Covid-19 zu beobachten war, ist der Immobilienmarkt relativ schwankungsarm und selten negativ. In den letzten 50 Jahren gerade mal in 6 Jahren. Bei einem Anlagehorizont von mindestens 10 Jahren verkraftbar.
  3. Das Schreckgespenst der letzten 10 Jahre hieß Inflation. In dem aktuellen Niedrigzinsumfeld beschert sie den konservativen Tagesgeld-, Festgeld- und Girokontensparern einen deutlichen Wertverlust von bis zu 1,5% jährlich. Und das wird noch schlimmer!! Man rechnet aufgrund der extremen Verschuldung der letzten 12 Monate in Europa mit einer Inflationsrate von 2% oder sogar mehr. Dann werden aus auf dem Girokonto gehortete 100.000€ nach 5 Jahren 91.000€ und nach 10 Jahren sogar nur 82.000€. Die Immobilie hätte im schlimmsten Fall nach 10 Jahren die Inflation neutralisiert und bestenfalls einen Ertrag erwirtschaftet. Denn Mieten entwickeln sich seit Jahren, auch wegen der geringen Verfügbarkeit von Wohnraum, da wo er gebraucht wird, deutlich besser als die Inflation. Die Immobilie wird daher zumindest dem Anspruch des konservativen Anlegers nach Werterhalt gerecht. Daher sprechen die Fachleute in diesem Zusammenhang auch gerne vom „Wertspeicher Immobilie.“
  4. Für mich als Ruhestandsplaner spricht aber noch das langfristige Argument der befreiten Miete eine große Rolle. Hier spielen die beiden Phasen der Immobilieninvestition eine wichtige Rolle. Phase 1 ist die Finanzierungsphase bis hin zur Entschuldung, optimalerweise an meinem letzten Arbeitstag. Warum? Bis dahin habe ich den steuerlichen Vorteil ansetzbarer Finanzierungszinsen genutzt und der Mieter hat mir geholfen, Zinsen, Tilgung Verwaltung und Instandhaltungsrücklagen zu erwirtschaften. Am 1. Tag meines Ruhestandes habe ich eine entschuldete Immobilie und erhalte ein zusätzliches passives Einkommen in Form der Miete. Wenn alles glatt läuft, lebenslang und über Mietsteigerung sogar inflationsangepasst.

Die Immobilie ist keine exklusive Anlageform für Vermögende und institutionelle Anleger oder Family Offices. Nein, jeder kann an diesem Markt mitspielen. Es gilt einige Regeln zu beachten, und es lohnt sich definitiv, professionelle Beratung dafür in Anspruch zu nehmen. Aber dann macht die Kapitalanlage-Immobilie richtig viel Spaß. Es muss einen Grund geben, warum viele „Kleinanleger“ sich in den letzten Jahren getraut haben, JA zur vermieteten Immobilie zu sagen.

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